Ken Panda

Name:  Ken Panda | Gründungsjahr: 2008 | Gründer:  Kenan Polat  | Fimensitz: Berlin | Branche:  Kleidung  | Website: my-greenday.com 

 

     „Ken Panda bringt Freshness auf die Straßen, macht die Jogginghose ausgehtauglich, den Blazer tanzbar, den Kapuzenpullover salonfähig.“ (Kenan Polat)

    Kennst du ein Klamottenlabel, das fesch und nachhaltig zugleich ist? Nein? Dann pass jetzt ganz genau auf! Bei Ken Panda trifft nämlich genau das alles aufeinander, was viele wahrscheinlich nicht miteinander in Verbindung setzen würden. Hier trifft Trend auf Bio! Und wie sich herausstellt, macht sich diese Kombination sogar richtig gut. Kenan Polat hat dieses StartUp entwickelt, um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen, und stellt nun seine eigens kreierte Kleidung aus Bio-Baumwolle her. Die Kollektion besteht hauptsächlich aus Winterkleidung für Erwachsene, es gibt aber auch einige Sommerklamotten und zudem bald neue Kinderkollektionen.

    „Zu jener Zeit war ich auf jeden Fall, man muss es sagen, auf der Suche.“ (Kenan Polat)

    Auf der Suche sein – diese Phase hat wahrscheinlich jeder schon einmal durchgemacht. Sei es nach dem Schulabschluss, nach der Ausbildung oder während einem anderen Zeitpunkt im Leben – ich nehme an, ein jeder kennt das Gefühl, auf der Suche nach dem zu sein, was einen selbst erfüllt. Diese Phase durchlebte auch Kenan Polat vor einigen Jahren und entdeckte nach und nach seine Leidenschaft zur Mode. Zu diesem Zeitpunkt war noch kein ernsthafter Gedanke dahinter. Seine Intention war es, mit seinen Klamotten einfach nur aufzufallen.
     
    Doch was anfangs nur als Hobby begann, wurde mit der Zeit immer mehr zum Beruf. Sein damaliges Studium zur Bildung und Erziehung der Kindheit rückte nach und nach in den Hintergrund und musste dem Unternehmen Ken Panda weichen. Aber warum gerade Ken Panda? Nun, das lässt sich einfach erklären: Ken kommt von Kenan und der Panda war damals sein Lieblingstier, ein süßes und vegetarisches Tierchen, das nach Kenans Vorstellung gut zum Unternehmen passt.
     
    Schon das erste Kleidungsstück von Kenan Polat war ein voller Erfolg. Es hatte zwar 7 Stunden harte Arbeit gekostet, wurde jedoch auch schon am ersten Tag im damaligen Gemeinschaftsladen verkauft.


    Heute verkauft Kenan Polat seine Ware zu 90% über das Internet. Dabei spielen die Online-Shops DaWanda und Avocadostore die Hauptrolle, aber es gibt auch die Möglichkeit, die Klamotten direkt per E-Mail zu bestellen. Die anderen 10% werden auf Märkten und Messen verkauft. Einen Verkaufsladen gibt es nicht mehr. Dafür soll jedoch das Atelier bald mit einem „Showroom“ ausgestattet werden, in dem Kunden aus der Gegend auch gerne etwas anprobieren können.
     
    Um seine Klamotten überhaupt herstellen und verkaufen zu können, braucht Kenan Polat außerdem ein gutes Team um sich herum. Dieses besteht momentan aus zwei Festangestellten und einer Praktikantin. Zusammen meistern sie die Herausforderungen, die ein neu gegründetes Unternehmen mit sich bringt.

    „Alles, was wir produzieren lassen, muss Bio-Baumwolle sein, denn wir wollen nicht irgendwie verantwortlich dafür sein, dass Mutter Natur noch mehr zerstört wird, oder dass Leute, die das anbauen, darunter leiden müssen.“ (Kenan Polat)

    Das Besondere an der Herstellung ist, dass alle Kleidungsstücke aus Bio-Baumwolle hergestellt und vom Team selbst im Atelier in Berlin gedruckt werden. Eine weitere Besonderheit ist, dass einige Kleidungsstücke in einer Behindertenwerkstatt kreiert werden.
     
    Für den Druck gibt es zwei Arten, mit denen gedruckt wird. Wenn es sich um ein einfaches Motiv handelt, das in sich abgeschlossen ist, kann mit einer normalen Schablone gedruckt werden. Das funktioniert so, dass man eine Folie mit ausgestanzten Motiven auf einen Rahmen spannt, diesen auf den Stoff legt und ihn mit einer Schaumstoffrolle und Textilfarbe bearbeitet. Das zweite Verfahren nennt sich Siebdruckverfahren. Es wird bei komplexeren Motiven und größeren Auflagen verwendet. Bei dieser Technik wird der Siebdruckrahmen auf den Stoff gelegt und die Farbe immer stärker über das Sieb gezogen, bis sie nach und nach durchdringt. Was sich leider bei der Herstellung nicht verhindern lässt, sind die 1- 2% Chemikalien, die zur Fixierung der Farbe beigemischt werden müssen. Dafür hält die Farbe erfahrungsgemäß lange und kann auch nach zahlreichen Waschgängen noch strahlen.
     
    Ein typischer Arbeitstag bei Ken Panda verläuft so, dass die verschiedenen Bestellungen auf Zettel an eine Pinnwand gehängt werden und jeder Mitarbeiter sich einen davon schnappen kann. Von da an wird der Auftrag bis zur Verpackung vom Mitarbeiter selbst bearbeitet. Diese Aufgabenverteilung ist klar strukturiert und nimmt 80-90% der gesamten Arbeitszeit in Anspruch. Die restlichen 10-20% dürfen kreativ ausgelebt werden. Diese Zeit wird dafür genutzt, neue Kollektionen zu entwerfen, einen Plan für Shootings zu erstellen, Models, Fotografen und eine Location zu organisieren und ganz wichtig, zu versuchen, die Ordnung zu bewahren.


    Kenan Polats Wunsch für die Zukunft ist eindeutig: Er wünscht sich, seine Kreativität noch stärker entfalten zu dürfen. Da sein Tagesablauf hauptsächlich daraus besteht, Klamotten herzustellen, fühlt Kenan Polat sich in seiner Kreativität eingeschränkt. Er möchte sich selbst in Zukunft mehr Zeit nehmen können, um sich Entwürfe auszudenken. Damit das ermöglicht werden kann, hat Kenan Polat sich das Ziel gesetzt, Ken Panda zu vergrößern. Das Geschäft soll noch bekannter werden und wachsen. Um dieses Vorhaben umzusetzen, soll ebenfalls sein Team wachsen. Seine Vorstellungen schließen die Möglichkeit nicht aus, später einmal einen eigenen Laden zu eröffnen und dort seine Mode zu verkaufen. Zudem wünscht er sich, Ken Panda auch international zu etablieren.
      
    Was will Kenan Polat dir mit auf den Weg geben?

     

    „Was auch immer du tust, tu es einfach mit Hingabe, dann wird es gut.“

     
     
    Fun Fact
     
    In der Entstehungszeit hieß dieses Unternehmen noch Polarstern, wurde aber darauffolgend zu Ken Panda umbenannt.


    ShareShare TweetTweet

    Comments