Polarstern

Name: Polarstern | Gründungsjahr: 2010 | Gründer: Dr. Jakob Assmann, Florian Henle, Simon Stadler | Fimensitz: München | Branche: Energie | Website: polarstern-energie.de

 

 

    Wie alles begann – die Gründung

    Im Jahr 2010 hatten Jakob, genannt ‚der Fischer‘, Florian bekannt unter ‚der Papa‘ und Simon, betitelt als ‚der Koch‘ die Idee zur Produktentwicklung eines nachhaltigen Ökogasmarktes. Es ging um nichts weniger, als die Umgestaltung des für sie viel zu konventionellen und intransparenten Energiemarktes. Über Kontakte hatten die drei Gründer glücklicherweise zueinander gefunden und schon kurze Zeit darauf, arbeiteten sie gemeinsam an einem Geschäftsplan. Es sollte ein Unternehmen entstehen, welches 100% Ökoenergie anbietet. Hierbei sollten die typischen Probleme und Chancen der Branche der Energieversorgung vom Anfang bis zum Ende durchdacht werden, eine weltweite Ausrichtung ging demnach einher. Und da die Idee zur Gasversorgung nun mal stand, lag es fast schon auf der Hand auch die Stromversorgung mit einzubeziehen. Als die größte Herausforderung in den ersten Monaten, stellte sich dabei vor allem die Akquise von Investoren heraus, die die Anschubfinanzierung geben mussten. Doch durch Aufklärung und Engagement konnten die drei Gründer von sich und ihrem Geschäftsmodel überzeugen.

     „Es ist immer schwierig Menschen von sich zu überzeugen, wenn man ein neues Produkt auf den Markt bringt. Die Leute wissen zu dem Zeitpunkt noch nicht was sie später brauchen werden.“ (Dr. Jakob Assmann)

     

    Ein symbolischer Name

    Seit Hunderten von Jahren orientieren sich Menschen anhand der Sterne. Der Name des Unternehmens, Polarstern, wurde deswegen gewählt, weil er einen richtungsweisenden Stern am Energie-Himmel symbolisieren soll, der heller und klarer leuchtet als alle anderen. Er ist ein Fixstern und bleibt daher bei seinem Konzept der Nachhaltigkeit. Wer sich nach ihm richtet, folgt dem richtigen Weg dorthin. Eine romantische Geschichte zwischen all den Diskussionen um die EEG-Umlage und die Atommüll-Endlagersuche.

    Durch und durch einzigartig

    Das Konzept in seiner Ganzheit, von der Energiegewinnung, über Vertrieb bis hin zum weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien und ganz im speziellen das Ökogasprodukt, machen Polarstern so besonders. Die soziale Ausrichtung ist hierbei keine fluktuierende, vom Gewinn abhängige CSR-Strategie, sondern fest im Geschäftsmodell verankert. Außerdem ist Polarstern das erste Unternehmen, das Energie über einen persönlichen und emotionalen Internetauftritt zeitgemäß vermarktet.
     
    Die Werte des Unternehmens spiegeln sich einheitlich in dem Geschäftsmodel wider; Transparenz und Fairness, Aufklärung und Wandel im Energiemarkt. Passend hierzu hat das Unternehmen auch einige Umfragen in Auftrag gegeben, die die Nachhaltigkeit im Kontext der Gesellschaft begutachten und veröffentlicht regelmäßig interessante Artikel im eigenen Blog.
     
    Das Model des Startups sieht eine weltweite Unterstützung der Energiewende vor. Angefangen bei einer 100%igen Ökostrom- und Ökogasversorgung für dessen Kunden, über den Ausbau der Erneuerbaren im europäischen Raum bis hin zur Unterstützung beim Bau von Biogasanlagen in Kambodscha, weist das Unternehmen einen sozial-ökologisch nachhaltigen Kreislauf auf. Dieser wird auch durch das wirtschaftliche Wachstums des Unternehmens in seiner Wirkung positiv gestärkt.
     
    Der Ökostrom wird in einem dezentralen Wasserkraftwerk in Feldkirchen, an der Grenze zu Österreich produziert. Hierbei entstehen keinerlei klimaschädliche CO2-Emissionen. Das Ökogas wird aus Resten der Zuckerrübenwirtschaft in Rumänien hergestellt. Der Anteil des Ökogas an der Wärmeversorgung, aber auch der Stromversorgung, muss hierbei immer bilanziell gesehen werden.

    „Wenn ein Kunde in Deutschland einen Polarstern-Tarif abschließt so erhöht sich der Anteil des Ökogas im europäischen Wärmenetz und weniger konventionelles Gas wird gebraucht.“ (Dr. Jakob Assmann)

    Nun könnte man meinen, der Bezug von Ökoenergie sei aufwändiger und kostenintensiver – stimmt nicht! Im Vergleich, hat die Ökoenergie ungefähr den gleichen Preis wie konventionell Erzeugte. Der hängt natürlich auch immer von Faktoren wie den lokal unterschiedlichen Netzendgeldern der jeweiligen Region ab. Gas ist nur um wenige Prozente teurer als beim Grundversorger, der Strom jedoch, ist sogar leicht günstiger als der Bundesdurchschnitt.
     
    Polarstern setzt bei der Zertifizierung ihres Angebots auf das ok-power-Gütesiegel: Ein Initiierungsmodel, welches dem Kunden verspricht, dass Polarstern innerhalb von 5 Jahren die Kapazitäten der erneuerbaren Energien soweit ausbaut, dass der jährliche Kilowattstunden-Bedarf dieses Kundens durch die neuen Kapazitäten zu 60% gedeckt werden kann. Das heißt konkret: Wenn du Kunde wirst, wird angefangen in den Bau einer Windkraftanlage zu investieren die dich in 5 Jahren zu mehr als der Hälfte mit Strom versorgt. Was die verschiedenen, auf dem Markt vorhandenen Labels bedeuten erfährst du hier: Label Ökostromsiegel; Vergleich Ökostrom Label
     
    Darüber hinaus existiert beim Gas ein Fondmodell um die Energieeffizienz zu steigern. Hierbei werden 0,25 Cent pro Kilowattstunde, die vom Kunden verbraucht wird, eingezahlt, um den Bau neuer Reststoffanlagen oder Energieeffizienzmaßnahmen an bestehenden Anlagen zu ermöglichen.
     
     

    Die soziale Note

     
    Mit jedem neuen Kunden wird einer Familie in Kambodscha geholfen eine eigene Biogasanlage zu betreiben. Polarstern arbeitet dafür mit einem Partner vor Ort zusammen. Hierbei stellt das Unternehmen die Einstiegsfinanzierung, circa ein Drittel der Anlage, die anderen zwei Drittel erhalten die Familien von lokalen Banken in Form von Mikrokrediten. Die Einstiegsfinanzierung wird durch einen jährlichen Betrag, der von den polarstern Kunden geleistet wird, ermöglicht. Dieser ist grundlegend im Geschäftsmodell verankert und nicht von Gewinnen des Unternehmens abhängig.

    Problematiken und zukünftige Herausforderungen

     
    Bei Biogas wird oft das Argument der Flächenkonkurrenz zum Lebensmittelanbau angeführt. Polarstern arbeitet jedoch mit Reststoffen, welche keine solche Gefahr darstellen. Es werden Stoffkreisläufe geschlossen, damit das genutzt wird was schon da ist und keine zusätzliche Flächenverbräuche entstehen. Die Stärkeindustrie und Papierindustrie weisen hierbei in Deutschland noch das größte Potenzial zur Reststoffverwendung auf. Zurzeit rechnen sich diese Investitionen jedoch noch nicht und werden daher nicht verfolgt. Nun ist das Unternehmen noch recht klein und das Flächenpotenzial für Erneuerbare in Deutschland beschränkt. Da kommen schnell Zweifel auf, inwiefern das Unternehmen ganz Deutschland eine gesicherte Versorgung bieten könnte. Aber das ist gar nicht das Ziel!

    „Polarstern kann nicht allein ganz Deutschland versorgen. Aber es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, den Menschen zu zeigen, dass eine Versorgung aus 100% Ökostrom und Wärme möglich ist.“ (Dr. Jakob Assmann)

     
     

    Und jetzt Du! In 5 Minuten zu Ökostrom

     
    Es dauert nicht mehr als fünf Minuten den Energieversorger zu wechseln. Einfach auf die Website gehen, den ungefähren Strom- und/oder Gasverbrauch eintippen, Angebot erstellen lassen, Vertrag abschließen. Den Rest vom Wechsel übernimmt Polarstern. Die Preise sind transparent, die Tarife jederzeit kündbar und Ökoenergie ist meistens nicht einmal teurer als die Konventionelle.
     
    Die Vorteile sind klar:
    1. Der komplette Umstieg auf erneuerbare Energien wird ermöglicht (Strom und Gas)
    2. Es wird ein globaler Beitrag zur Energiewende geleistet
    3. Es wird Energie von einem in der Energiebranche unabhängigen Unternehmen
    bezogen
    4. Es wird ein Unternehmen des Social Entrepreneurships unterstützt
     
    Ergo: Du kannst dich gut fühlen und stolz darauf sein, mehrere gute Taten vollbracht zu haben.


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