WeGreen

Name: WeGreen | Gründungsjahr: 2010 | Gründer: Maurice Stanszus | Fimensitz: Berlin | Branche: Online Vermittlungsplattform | Website: wegreen.de

 

    Wie kam es zur Gründung?
     
    Wer in unserer heutigen Gesellschaft nachhaltig einkaufen will, stößt nicht selten auf ein Wirrwarr von Informationen und muss sich mit den verschiedensten Behauptungen zu den unterschiedlichsten Produkten auseinandersetzen. Wie kann man denn sicher sein, dass die jeweiligen Angaben zur Nachhaltigkeit stimmen, und dass es sich nicht nur um „Greenwashing“ handelt?
     
    Die Idee zur Gründung des Unternehmens WeGreen entstand durch ein persönliches Interesse seitens Maurice Stanszus. Er selbst beschäftigt sich viel mit Nachhaltigkeitsbewertungsansätzen und nachhaltigen Märkten. Zudem glaubt er daran, dass der nachhaltige Konsum in unserer Gesellschaft immer wichtiger wird. Da es sehr schwierig ist, abzuschätzen, ob ein Produkt nun wirklich nachhaltig ist oder nicht und Maurice Stanszus sich solch einen Dienst für sich selbst auch gewünscht hätte, kam er darauf, dieses Modell zu entwickeln.
     
    Das Hauptziel von Maurice Stanszus war und ist es immer noch, das Problem an sich zu lösen. Die Idee, ein Unternehmen zu schaffen, stand vorerst noch gar nicht fest. Mit der Zeit entwickelte sich sein Konzept jedoch immer weiter und mit dem achten Versuch ein Unternehmen daraus zu machen, entstand auch letztendlich WeGreen. Solch eine Unternehmensgründung bringt selbstverständlich viele Probleme und Hindernisse mit sich. In solchen Situationen sind laut Maurice Stanszus eine hohe Fehler­ und Risikobereitschaft und auch der Wille, es immer wieder neu zu versuchen, erforderlich. Ebenso essenziell ist ein gutes und unterstützendes Team.

    Wie funktioniert WeGreen?
     
    WeGreen hat es sich zur Aufgabe gemacht, verschiedene, schon bestehende Siegel und Bewertungen zu unterschiedlichen Produkten zu gewichten und zu sortieren. Um dies auch angemessen und vertrauenswürdig tun zu können, besteht eine enge Zusammenarbeit mit über 400 Bewertungspartnern. Zur Darstellung des Nachhaltigkeitsanteils der Produkte wird das Prinzip der Ampel, in diesem Fall der Nachhaltigkeitsampel, verwendet, da es ein Prinzip ist, das jeder versteht. Wie bei einer normalen Verkehrsampel gibt es auch hier grüne, gelbe und rote Punkte. Für den Fall, dass ein Produkt einen roten Punkt erhält, werden Alternativprodukte aufgezeigt.
     
    Unter den Produkten gibt es hauptsächlich materielle Produkte, wie Kleidung oder Elektroartikel. Mit den Produkten hängt jedoch natürlich auch das Unternehmen zusammen, denn die Herstellungsart zählt mit in die Bewertung. Somit werden auch die Unternehmen selbst oder teilweise sogar Dienstleistungen bewertet.
     
    WeGreen dient also als Informationsinstanz, welche Informationen über die Nachhaltigkeit von Produkten angibt und wo diese zu kaufen sind. Da WeGreen die Produkte nicht selbst verkauft, sondern nur auf Händler verweist, kommt es auch nicht in einen Zielkonflikt, wie es bei Händlern der Fall ist, die ihre Ware loswerden wollen. Somit ist WeGreen grundsätzlich unabhängig und vertrauenswürdig. Man kann sich WeGreen also wie einen riesigen Marktplatz vorstellen, nur dass alles online geschieht.

    „Ich will keine neue Definition von Nachhaltigkeit, sondern die Summe der Definitionen von Leuten, die sich auskennen.“ (Maurice Stanszus)

    Wie sehen die Zukunftsvorstellungen aus?
     
    WeGreen wettet mit seinem Geschäftsmodell auf die Zukunft, denn es baut darauf, dass sich der Online­Markt noch mehr ausweitet. Man mag zwar annehmen, dass inzwischen viele Menschen online einkaufen, doch tatsächlich handelt es sich laut Maurice Stanszus gerade mal um etwa 8%. Dass diejenigen, die nachhaltig einkaufen, unter diesen 8% einen sehr geringen Anteil ausmachen, ist selbstredend.
     
    Aus diesem Grund hofft WeGreen darauf, dass das Internet in Zukunft noch präsenter wird. Die Vision ist, so viele Leute wie möglich mit der Nachhaltigkeitsampel vertraut zu machen und das Nachhaltigkeitsbewusstsein allgemein zu wecken. Um das zu ermöglichen, will WeGreen internationaler werden und seine Dienste auch auf Englisch und Französisch anbieten. Ein zusätzlicher Effekt der Arbeit von WeGreen ist außerdem, dass sich Unternehmen mit schlechteren Bewertungen die Kritik zu Herzen nehmen und einen Wandel vollziehen können. Auch in dieser Hinsicht gab es schon erste Erfolgserlebnisse, wie beispielsweise das Unternehmen Rewe.

    „Ich will so viele Menschen wie möglich erreichen.“ (Maurice Stanszus)

     
    Wie kann man WeGreen unterstützen?
     
    Neben der Werbung und der Vermittlungsprovision gibt es bei WeGreen noch eine andere Art von Einnahmen, wie beispielsweise das Crowdfunding. Bei dieser Art von Finanzierung kann man selbst mit kleinen Beträgen als Investor am Unternehmen teilhaben. Das heißt man zahlt so viel man möchte in das Unternehmen ein und wird dann auch an den Gewinnen beteiligt. Die nächste Crowdfunding­Kampagne findet voraussichtlich im Mai 2014 statt. Also, worauf wartest du noch? www.wegreen.de wird sich freuen, dich in seinem Netzwerk begrüßen zu dürfen.

     
     
    Fun Facts/Fotocaptions:
     

    „Der Name kam auf, als es auch Produkte mit „I“ von Apple oder „my“ von Myspace gab, und „we“ ist einfach schöner als „I“ oder „my“.“ (Maurice Stanszus)

    „Ich bin ein bisschen genervt von dem Namen, weil wir in Deutschland immer darauf festgenagelt werden, dass „green“ „öko“ ist. Das ist falsch, „green“ ist die Definition von sustainable.” (Maurice Stanszus)


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