Textilien

Stell dir vor du wachst morgens auf und alles, was du in deinem Kleiderschrank findest, sind Öko-Klamotten.

Schreckliche Vorstellung?
Vermutlich siehst du vor deinem inneren Auge nur noch Gesundheitsschuhe, Filz-Pullover mit grauenhaften Mustern und Kleider, die aussehen wie unförmige Kartoffelsäcke. Zu allem Überfluss waren die Klamotten wahrscheinlich auch noch so teuer, dass dein Kontoauszug ausschließlich rot sieht.
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Vielleicht denkst du aber auch an hippe, junge Designer, gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne. Denn mittlerweile entwickelt sich nachhaltige Mode immer mehr zu einem Trend und somit weg von Kartoffelsack und Birkenstock. Das beste daran ist, dass sich nicht nur der Kunde über trendige Mode freuen kann, sondern auch die Arbeiter über faire Löhne und ein gutes, sicheres Arbeitsumfeld. Genau an diesem Punkt wird nämlich der große Unterschied zwischen nachhaltiger und kommerzieller Mode deutlich.

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Während man in den Industriestaaten ein breit gefächertes Konsumangebot genießen kann, müssen in armen Ländern wie Bangladesh Tausende von Produktionsarbeitern einer Firma auf engem Raum, mit so gut wie keinen Sicherheitsvorkehrungen, einem regelmäßigen Umgang mit Pestiziden und anderen Chemikalien, unverhältnismäßig hohen Arbeitsstunden und Niedriglöhnen ihre Existenz sichern. Daraus resultieren Katastrophen wie beispielsweise 2012 der Brand einer Textilfabrik in Dhaka, bei dem über hundert Menschen starben, da sie in dem Fabrikgebäude eingesperrt waren.

Verzweiflung steht nicht nur in den Gesichtern der Fabrikarbeiter geschrieben, sondern auch in denen der Baumwollbauern aus Indien. Durch die Einführung des Genprodukts wurden Saatgut, Düngemittel und Pestizide so teuer, dass die Erträge die Kosten nicht mehr decken können. Die traurige Folge dieser Verzweiflung ist nicht selten Selbstmord.

Das Schlimme daran ist, dass beim Kauf von Klamotten an solch schreckliche Ereignisse meist nicht gedacht wird, oder vielleicht wird dieser Gedanke sogar absichtlich verdrängt. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich bewusst zu sein, wie die Klamotten, die man kauft, hergestellt werden. Genau darauf achten nämlich auch die Designer von Öko-Klamotten und halten sich an strenge Standards.  Beispiele für Hersteller und Shops, die zeigen, dass es auch anders geht, gibt es zahlreiche. Natürlich können sie nicht sofort die ganze Welt retten, aber mit ihrem Beitrag machen sie die Welt Stück für Stück ein bisschen besser, indem sie ihren Kooperationspartnern ein sicheres und gut bezahltes Arbeitsverhältnis bieten.

 

Möchtest du nicht auch etwas dazu beitragen, unsere Welt ein Stückchen besser zu machen?

In den  Portraits kannst du sehen, wie das funktioniert und dich davon überzeugen, wie hilfreich und trendig zugleich nachhaltige Mode sein kann.

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